Poing/Ebersberg – Ehrenmord, 20 000 Euro „Brautgebühr“, eine Ehefrau als Sklavin ihres Mannes: Was vor dem Ebersberger Amtsgericht im Prozess gegen einen 32-jährigen Kurden aus Poing alles zur Sprache kommt, hinterlässt ein mulmiges Gefühl.
Vor dem Verhandlungssaal und darin sitzen bewaffnete Polizisten. Eine Vorsichtsmaßnahme, da Körperverletzungen und auch Todesdrohungen innerhalb einer kurdischen Familie verhandelt werden. „Wenn es um die Ehre geht, kann die Situation bei türkischen Familien schnell eskalieren“, erklärt einer der Polizisten.
Der Fall: Was für Freunde und Familie wie eine Musterehe aussah, war für Tülin P. (27, alle Namen geändert) über Jahre hinweg eine Tortur. Mehrfach soll ihr Mann Nuri (32) zugeschlagen haben.








