New Yorker Illusionen

Die New York Times hat erstaunliche Dinge herausgefunden. In einem seiner jüngsten Editorials richtet das Blatt den Blick auf die Islamische Republik Iran und gibt sich vorsichtig besorgt:

“Iran’s nuclear ambitions are clearly dangerous to the region. Iranian leaders operated a nuclear program in secret for two decades and continued to invest in it even after its discovery in 2002. The government is outspoken in its hatred of Israel. It supports President Bashar al-Assad of Syria and extremist groups like Hezbollah. If Iran gets a weapon, other countries in the region may want one, too.”

Nun könnte man meinen, all dies gäbe hinreichend Anlaß zu schnellem und entschlossenem Handeln, das Regime in Teheran von seinem Kurs abzubringen, der in der Tat nicht nur Israels Zukunft gefährdet.

Doch die New York Times hat Zeit. Jede Menge. Und sie hat jene ausgemacht, die die Ruhe stören:

“Israeli leaders are again talking about possible military action against Iran. This is, at best, mischievous and, at worst, irresponsible, especially when diplomacy has time to run.”

Der US-Regierung liegen, schreibt Haaretz, Erkenntnisse vor, nach denen die Islamische Republik “unerwartete und bedeutende Fortschritte in der Forschung und Entwicklung von Schlüsselkomponenten seines nuklearen Rüstungsprogramms machen” konnte.

Begleitet werden diese Fortschritte von selbst in New York gehörten Reden, in denen Israel wieder und wieder die “völlige Vernichtung” versprochen wird. Doch darüber nachzudenken, das ist “bestenfalls töricht und schlimmstenfalls unverantwortlich”.

Denn, so die New York Times weiter, es gäbe da ja noch die Diplomatie, die, so wiederum die Tageszeitung aus New York, doch noch gar nicht richtig begonnen habe mit ihren Gesprächsrunden:

“[T]he talks have been under way only since April [..].”

Das indes ist – gelogen. Und das kann man sogar bei der New York Times wissen, die in eben jenem April noch von “last talks in January 2011″ schrieb. Die Diplomatie hatte also schon weitaus mehr Zeit als die New York Times jetzt behauptet.

Erfolge kann diese Diplomatie, die derzeit von Catherine Ashton, einer Antisemitin, bestimmt wird, nicht vorweisen, es sei denn, der Zeitgewinn für “unerwartete und bedeutende Fortschritte” in der iranischen Rüstung gilt als ein solcher.

Daß der Islamischen Republik Kernwaffenkompetenz steigt, kann selbst die New York Times nicht leugnen, auch wenn sie dieses Eingeständnis verschämt zu verstecken sucht:

“Even a sustained air campaign would likely set Iran’s nuclear program back only by a few years [..].”

Ist das iranische Kernwaffenprogramm bereits so weit fortgeschritten, daß es nur noch verzögert werden kann, dann liegt es auf der Hand, daß die Zeit für monatliche Diplomatentreffen abgelaufen ist, denn mit jedem vergangenen Monat werden sie überflüssiger.

Würde hingegen die Rüstung um “einige Jahre” zurückgeworfen, so ist dieser Zeitgewinn nicht zu unterschätzen. Innert einiger Jahre wäre es zum Beispiel denkbar, einen regime change in Teheran herbeizuführen und die Gefahr so zu bannen.

Vor sechs Jahren formulierte der UN-Sicherheitsrat seine Resolution 1696:

“The Security Council [..] [d]emands [..] that Iran shall suspend all enrichment-related and reprocessing activities, including research and development [..].”

Seit sechs und mehr Jahren versuchen Diplomaten sich erfolglos daran, sie durchzusetzen, während ein Regime, das Terroristen und Despoten unterstützt und einem UN-Mitglied mit “völliger Vernichtung” droht, “unerwartete und bedeutende (Rüstungs-)Fortschritte” macht.

Es ist bestenfalls töricht, das zu leugnen, schlimmstenfalls ist es unverantwortlich. Sanktionen und Gespräche haben versagt, Computersabotage ebenso. Die israelische Regierung hat Unterstützung verdient, nicht die mit Lügen begründete Anklage.

tw24

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