Veranstaltung mit Sebastian Mohr und Tilman Tarach: Zwischen Terror und Friedensnobelpreis

Eine Veranstaltung zur Geschichte und Gegenwart der Palestinian Liberation Organisation (PLO) steht am 27. September auf unserem Programm. Wer sind eigentlich “die Palästinenser”? Handelt es sich beim Kampf gegen Israel, den Araber schon Jahrzehnte vor der Staatsgründung führten, um einen Kampf gegen Ungerechtigkeit und Besatzung, oder geht es vielmehr gegen jede (staatliche) jüdische Präsenz in der Region? Und wo stehen sie heute? Neben den Umständen der Gründung Israels möchten wir in dieser Veranstaltung auch die “andere Seite” beleuchten: Die Gründung und Geschichte der PLO. Wie antisemitisch ist die Organisation, die einerseits seit Jahrzehnten in internationalen Terrorismus verstrickt ist, und andererseits permanente Solidarität der internationalen Gemeinschaft genießt?

Dr. Tilman Tarach erläutert die Geschichte und Bedeutung der israelischen Staatsgründung. Er zeigt dabei auf, wie und warum aus dem alten antisemitischen “Gerücht über die Juden” das antizionistische “Gerücht über Israel” geworden ist. Tarach lebt in Freiburg und ist Jurist und Autor des Buches »Der ewige Sündenbock. Heiliger Krieg, die ‘Protokolle der Weisen von Zion’ und die Verlogenheit der sogenannten Linken im Nahostkonflikt« (Vorwort Henryk M. Broder, Edition Telok 2010). Artikel von ihm erschienen in “Konkret”, “Jüdische Allgemeine” und “Jerusalem Post”.

Sebastian Mohr wird anhand der Biografie Yassir Arafats die Genese der Palästinensischen Befreiungsorganisation (PLO) erklären. Dabei wird er sowohl auf die Beziehungen zwischen der PLO und dem internationalen Terrorismus, als auch auf die neusten Entwicklungen der PLO unter dem derzeitigen Präsidenten Abbas eingehen. Mohr ist Mitarbeiter des Mideast Freedom Forum Berlin, des Bündnisses Stop The Bomb sowie Vorstandsmitglied der deutschen Sektion der Scholars for Peace in the Middle East.

Im Anschluss an die Referate besteht die Möglichkeit zur Diskussion. Die Veranstaltung ist Teil der Aktionswochen gegen Antisemitismus der Amadeu Antonio Stiftung. Der Eintritt ist frei.

27. September 2012

20 Uhr | Djäzz Duisburg

campuswatchude

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