Muslimisches Ehepaar wegen Planung eines Terroranschlag auf Juden in Manchester verurteilt

Ein muslimisches Ehepaar wurde am Donnerstag wegen Planung eines Terroranschlags, bei dem Juden in Manchester das Ziel waren, verurteilt.

Shasta Khan, eine 38-jährige Friseurin, wurde wegen Vorbereitung von Terrorakten für schuldig befunden. Sie bestritt ihre Beteiligung an der Verschwörung. Ihr Mann, Mohammed Sajid Khan, 33, ein arbeitsloser Autopolierer, erklärte sich in einer früheren Verhandlung schuldig.

Während der Verhandlung im Manchester Crown Court, die fast einen Monat dauerte kam heraus, dass das Paar im Internet Material für eine selbstgebastelte Bomben sammelte und u.a. ein Handbuch mit dem Titel “Mach eine Bombe in der Küche deiner Mutter” heruntergeladen hatte. Das Material wurde in ihrem Haus in Oldham, Greater Manchester, gefunden und enthielt mehrere Weihnachtsbaumbeleuchtungen um daraus einen Zünder zu bauen, elektrische Leitungen, Schutzbrille, einen Trichter, Nadeln, Spritzen und Chemikalien wie Bleichmittel, Aceton und Wasserstoffperoxid.

Laut Staatsanwaltschaft war das Paar mit diesen Materialien in der Lage, innerhalb weniger Tage einer Bombe herzustellen, die mindestens 10 Menschen hätte töten können. Frau Khan gab an, diese Utensilien bei ihrer Arbeit als Friseurin verwenden zu wollen.

Das Paar hatte regelmäßig jüdische Ziele in Manchester, der Heimat der zweitgrößten jüdischen Gemeinde mit rund 30.000 Juden, erkundet. Dazu gehörten Synagogen in zwei streng orthodoxen Vierteln und ein Gebäude der Jewish Agency, das als beliebtes Reiseziel in ihrem Navigationssystem gespeichert wurde. Auf ihrem Computer war u.a.die Website des United Jewish Israel Appeal (UJIA), mit einem Lesezeichen versehen.

Ihre Aktivitäten wurden durch Zufall im Juli 2011 entdeckt, als die Polizei nach einer häuslichen Auseinandersetzung zu ihrem Haus gerufen wurde. Frau Khans Bruder erzählte der Polizei, dass sein Schwager “ein home-grown terrorist” wäre und Frau Khan bestätigte die Angaben. Die Staatsanwaltschaft glaubt, dass die Frau in ihrem “emotionalen Zustand” nicht an die Folgen für sich selbst nachdachte und das die Polizei glauben würde, dass sie nicht beteiligt wäre.

“Dieser Prozess hat die Realität des antijüdischen Terrorismus im heutigen Großbritannien gezeigt. Er erklärt, warum jüdische Gemeinden Antisemitismus und Sicherheit sehr ernst nehmen müssen”, sagte Mark Gardner, Sprecher des Community Security Trust, einer Organisation, die britische Juden über Sicherheit berät.

Mittlerweile ist dies die dritte terroristische Verschwörung gegen britische Juden, die vor kurzem aufgedeckt werden. Im Februar wurden neun britische Männer die Briefbomben an verschiedene Ziele, darunter zwei Synagogen senden wollten verurteilt.

Anfang dieses Monats berichtete der “Toronto Star”, dass im letzten Sommer Pläne von al-Qaida entdeckt wurden, wonach zwei von Londons bekanntesten jüdischen Vierteln, Stamford Hill und Golders Green das Ziel von Anschlägen werden sollten.

Aus einem Dokument, in dem die Vor-und Nachteile der verschiedenen geplanten Anschläge diskutiert wurden geht hervor, dass “unsere Ziele in London mit geringen Mitteln angegriffen werden können, die jedoch einen schweren Schlag gegen die Hierarchie und die jüdischen Gemeinden verursachen werden. Diese jüdischen Gebiete, werden von “Zehntausenden Juden bevölkert, sie sind dort in einem kleinen Bereich zusammengepfercht.”

Das Strafmaß gegen Shasta und ihren Mann Mohammed Sajid Khan, wird am Freitagnachmittag verkündet werden.

Redaktion IsraelNachrichten

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