Sozialistischer Ringelpiez mit Anfassen im Familienministerium?

Da scheint der stellvertretende Stellvertreter des Leiters der “Parlamentsredaktion” der Süddeutschen Zeitung, Robert Roßmann, über einzigartige Insiderinformationen zu verfügen. Er kritisiert in seinem Artikel [1]

rosmann1

…eine Personalentscheidung der Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Kristina Schröder, und lässt im Rahmen seiner Ausführungen eine Bemerkung zum Verhältnis zwischen der amtierenden Ministerin Schröder und ihrer Vorgängerin Ursula von der Leyen fallen, die verwundert…

“Eine offizielle Begründung für den Rauswurf der Abteilungsleiterin gibt es nicht, deshalb wird auch in der Union munter spekuliert: Die einen weisen darauf hin, dass Welskop-Deffaa von Schröders Vorgängerin Ursula von der Leyen zur Abteilungsleiterin ernannt worden sei und als deren Ziehkind gelte. Schröder und von der Leyen seien sich jedoch genauso innig verbunden wie Ségolène Royal und Valérie Trierweiler.” (Hervorhebung Moritatensaenger)

Soso. Die konservativen Ministerinnen Schröder und von der Leyen sollen, so sagen es – zu Ohren des stellvertretenden Stellvertreters Roßmann – angeblich “die einen” in der “Union”, sich – Achtung Ironie – genauso innig verbunden sein wie die Salonsozialistinnen Royale und Trierweiler? Da kommt grausen auf, ist doch die Beteiligung der letztgenannten Damen (und deren “Gentilshommes”) am Ringelpiez mit Anfassen der hochmoralischen sozialistischen Équipe de montage, die derzeit mit dem Umbau der Grande Nation beschäftigt ist, durchaus nicht unbekannt [2]

“Die Scheidung von Denis und Valérie Trierweiler ist noch nicht ausgeprochen. Die erste Konkubine, die erklärt hat, sie wäre keine Vorzeigefrau, und sie hätte eine Rolle zu spielen, ist also verheiratet, aber mit einem anderen Mann als dem Präsidenten Frankreichs. François Hollande seinerseits hat 1988 eine Tochter mit Anne Hidalgo bekommen, der ersten Stellvertreterin des Bürgermeisters von Paris, zu einer Zeit, als François in Lebensgemeinschaft mit Ségolène Royal war. Jean-Marc Ayrault hatte eine Sexgeschichte mit Ségolène Royal, als François Hollande mit Anne Hidalgo zusammen war.” (weiter und durchaus lesenswert bei Gudrun Eussner)

Also Ursula von der Leyen mit Ministeringemahl Ole Schröder, oder Kristina Schröder mit Ministeringemahl Heiko von der Leyen? Oder wer mit wem? Und wer ist da der oder die Dritte im Reigen? Naja, wenns sonst nichts wichtiges gibt, im Parlamentsumfeld, dann darf halt auch mal die überbordende Phantasie eines Stellvertreters Artikelfüllmaterial bilden.

Noch viel lustiger als das Geschreibsel zum angeblichen Zickenverhältnis der Ministerinnen allerdings ist ein Absatz im Text, auf den uns ein Leser aufmerksam machte:

“Die Mutter [Eva Maria Welskop-Deffaa; Anm.Moritatensaenger] dreier erwachsener Kinder hat zwar eine katholische Biografie. Vor ihrer Zeit im Ministerium war sie Grundsatzreferentin des Katholischen Frauenbundes und Referatsleiterin beim Zentralkomitee der Katholiken. Trotzdem genießt sie auch bei SPD und Grünen hohes Ansehen.”

Da lacht der Atheist und der Katholik wundert sich. Die Zugehörigkeit zu einer der fünf großen Weltreligionen entscheidet bei SPD und Grünen über das Ansehen (!) eines Menschen. Und im Klartext:

Katholik sein = geringes Ansehen, eingeschränkte Würde, schlechte Reputation, nicht unbescholten sein (alles Synonyme für das “Ansehen”)?

Das sagt zumindest der stellvertretende Stellvertreter. Weiß man das auch bei den Grünen? Und bei der SPD? Es ist noch nicht lange her, da warb man bei den Sozialdemokraten noch angestrengt um die Katholiken und den Klerus. So sehr war man bemüht, ein katholisches Netzwerk auf die Beine zu stellen und so froh war man, als man in den frühen Siebzigern einen geeigneten Kandidaten gefunden zu haben glaubte, dass man glatt ein winziges Hindernis übersah: Er war CDU-Mitglied. Die Rede ist hier von der Posse um den damaligen SPD-Schatzmeister Alfred Nau und dem katholischen Journalisten Harald Pawlowski [3]. Sogar Israel”freund” Grass hatte damals helfend eingegriffen und einen katholischen Ableger seiner “Sozialdemokratischen Wählerinitiative” gegründet. Alles im Bemühen um jene Gläubigen, die heute – zumindest wenn es nach den Kenntnissen des Stellvertretenden Leiters der Parlamentsredaktion der Süddeutschen Zeitung geht – aufgrund ihrer Religionszugehörigkeit über nur noch geringes Ansehen bei SPD und Grünen verfügen (letztere verdanken einem Katholiken im Übrigen den ersten und einzigen Ministerpräsidentenstatus ihrer Parteigeschichte: Winfried Kretschmann).

Wie gesagt, man kann über diesen Ausreißer eines Sommerloch-Schreibers durchaus lächeln, wäre da nicht ein bitterer Beigeschmack. Können Sie sich, liebe Leser, beispielsweise vorstellen, obigen Absatz mit folgenden leichten Änderungen in der Süddeutschen Zeitung zu lesen:

“Die Mutter dreier erwachsener Kinder hat zwar eine muslimische Biografie. Vor ihrer Zeit im Ministerium war sie Grundsatzreferentin des Muslimischen Frauenbundes und Referatsleiterin beim Zentralkomitee der Muslime. Trotzdem genießt sie auch bei SPD und Grünen hohes Ansehen.”

Nein? Nicht vorstellbar? Eben.

Weiterlesen bei suedwatch…

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