Humor ist, wenn man trotzdem lacht: Das Schwein von Gaza

Wenn Sie nun meinen, die Grundidee von “Das Schwein von Gaza” verhalte sich zu einer Komödie von George Cukor oder Ernst Lubitsch, oder etwa zu “Die Band von nebenan”, wie ein Hundehaufen zum Himalaya, dann liegen Sie in etwa richtig.

Ein palästinensischer Fischer, der ein Schwein fängt, ist ungefähr so lustig, wie die gesammelten Pointen von Heinz Erhardt (“Immer diese Fahrradfahrer/Autofahrer/etc.”) und in etwa so kurzweilig, wie die “Carry-on”-Serie, die sogar gegen den souveränen Ruf, den der britische Humor genießt, nur sehr wenig ausrichten konnte.

Aber gemach, verehrte Leserinnen und Leser. Auch für Gags, die sich auf dem freien Markt aus eigener Kraft nicht durchsetzen können, gibt es eine Hoffnung: ein Ersatz-Markt wird geschaffen und er wird – wie sollte es anders sein – behördlich administriert.

Dieser Ersatz-Markt ist das Schattenreich der Filmförderung, und in diesem Fall war es die Filmstiftung NRW, die einsprang, wo RTL und SAT1 sich zu ihrer Rettung aus dieser leidigen Angelegenheit darauf berufen konnten, dass bei ihnen noch immer die Kasse stimmen muss – im Gegensatz zur öffentlichen Hand.

Was also auf dem freien Markt zurecht chancenlos gewesen wäre, wurde mit viel öffentlichem Aufwand zur Kultur veredelt und mit einem hohen ethischen Anspruch versehen dem Publikum serviert: eklatantes Mittelmaß, mit einem aktuellen “politischen” Anspruch geschmückt – voilà, die “Völkerverständigungskomödie” erblickt das Licht der Welt.

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