Jüdische Wohnungen

Der “Judenstaat”, wie Israel im gedruckten “deutschen Nachrichtenmagazin” genannt wird, “befeuert den Nahost-Konflikt weiter”. Durch Wohnungsbaupläne. “Im Westjordanland werden neue jüdische Wohnungen gebaut”. Jüdische Wohnungen. Steht da. Und es wird noch besser:

“Eigentlich sollten nach einem Gerichtsurteil nur fünf Wohn-Einheiten entstehen [..].”

Diesen Teil der “Nachricht” hat sogar Susi K. in der taz richtig dargestellt. Fünf Häuser, die auf Grund errichtet worden waren, der den Bauherren nicht gehört, sollen abgerissen und dafür anderswo Ersatz geschaffen werden – und das sind mehr als “fünf Wohn-Einheiten”.

Wenn SPIEGEL online sich über den “Judenstaat” empört, brennen offenbar alle Sicherungen durch. Das fällt auch im Vergleich zu einer weiteren Meldung aus “Nahost” auf: “30.000 Homosexuelle feiern in Nahost”:

“Es ist einer der wenigen Orte im Nahen Osten, an dem sich Homosexuelle öffentlich küssen dürfen: Zehntausende zogen bei der jährlichen Schwulenparade durch Tel Aviv in Richtung Mittelmeerstrand – leicht bekleidet, tanzend und sehr bunt.”

Liegt dieses sagenhafte Tel Aviv in Syrien? In Jordanien? In Ägypten? In – “Palästina”? Lesen wir den ersten Absatz:

“Transvestiten, Tänzer und Partyvolk trafen sich am Freitag zur größten Homosexuellenparade des Nahen Ostens in Tel Aviv. Die Polizei schätzte die Zahl der Teilnehmer auf etwa 30.000.”

Ist Naher Osten ein Staat? Haben wir dessen feierliche Gründung verpaßt? Nun, Aufklärung naht – im übernächsten, dem vorletzten Absatz:

“Hunderte Polizisten waren im Einsatz, wie der Sprecher der israelischen Polizei, Mickey Rosenfeld, sagte. Es habe aber keine Zwischenfälle gegeben. In Israel gilt seit 2001 ein Antidiskriminierungsgesetz, als einziges Land im Nahen Osten gibt es dort eine solche Regel.”

Israel! Dieses fürchterbare Israel! Daß mit den jüdischen Wohnungen “den Nahost-Konflikt weiter [befeuert]“! Wie kommt Tel Aviv denn dahin? Haben die grausamen Juden es etwa mit ihren jüdischen Wohnungen … erobert? Oder belagern sie es nur?

Schon im nächsten Absatz nämlich, dem letzten, scheint Tel Aviv wieder zum Stadtstaat – mit eigener Armee – zu werden:

“Tel Aviv ist einer der wenigen Orte in der Region, an dem Homosexuelle sich trauen, Händchen zu halten oder sich in der Öffentlichkeit zu küssen. Schwule dienen auch offen in der Armee.”

In der einen Meldung, jener von den gefährlichen jüdischen Wohnungen, wird, haben wir uns nicht verzählt, “Israel” sieben- und “israelisch” einmal erwähnt, in jener von den feiernden Homosexuellen “in Nahost” tauchen beide Begriffe jeweils einmal auf. Wieso?

Wäre es übrigens nicht eigentlich ganz gut, exportierte Tel Aviv seine Offenheit über seine Grenzen hinaus? Nein! Natürlich nicht! Das “befeuert” doch den “Nahost-Konflikt”! Wegen der Wohnungen ohne Ariernachweis, in denen diese Schwulen leben, wenn sie nicht gerade Dienst tun in ihrer Armee!

tw24

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