Reisefieber

Während Joachim Gauck, Deutschlands neuester Bundespräsident, in Israel zum Staatsbesuch erwartet wird, berichten für SPIEGEL online und die Daheimgebliebenen Florian Gathmann und Juliane von Mittelstaedt über eine “Heikle Mission im Heiligen Land”:

“Bei seinem Besuch muss der Präsident den Gastgebern versichern, dass Deutschland weiterhin ein enger Freund ist, trotz Grass und zunehmendem Unverständnis. Das könnte aber gerade für ihn zum Balanceakt werden. Repräsentiert Israel für den Freiheitskämpfer Gauck nicht eine Menge von dem, wogegen er als Bürgerrechtler in der DDR einst anging? Ein Land, das ein Volk unter Besatzung hält, ihm elementare Rechte und Freiheiten verweigert?”

Nun ist der Bundespräsident, mit dem sich “israelkritische” Sozialdemokraten ebenso identifizieren wie rechtsnationale Konservative, eben deshalb keine Idealbesetzung, doch so realitätsfern wie das Nahost-Duo von SPIEGEL online wird selbst Joachim Gauck kaum sein.

Sie, Florian Gathmann und Juliane von Mittelstaedt, sind es, die Israel für eine Art DDR halten, ein “Land, das ein Volk unter Besatzung hält, ihm elementare Rechte und Freiheiten verweigert”. Man wüßte gern, was die beiden im Dienst fürs vaterländische Nachrichtenmagazin trinken.

Welches “Volk” wird in Israel unterdrückt, welchem “Volk” werden “elementare Rechte und Freiheiten verweigert”? Jeder Bürger Israels genießt gleiche Rechte; eingeschränkt wird, wenn überhaupt, die Religionsfreiheit von Juden.

“Israel has no law against Christians and Jews praying or reading scriptures on the Temple Mount. However, it does have an unwritten agreement with the Wakf (Muslim religious authorities) prohibiting this.”

Und bittet ein quartalsirrer Ovadia Yosef seinen himmlischen Vorgesetzten darum, “Mahmoud Abbas and all these evil people [..]; these evil haters of Israel” mit der Pest zu bestrafen, wird dieser Ruf nicht nur nicht erhört, sondern prompt offiziell verurteilt:

“The words of the rabbi do not reflect my approach or the position of the Israeli government.”

In Ramallah “regiert” mit Abu Mazen derweil ein “Palästinenserpräsident”, dessen Behörde sich unterstützend hinter ihren staatsoffizieller Mufti stellt, fordert der die “Palästinenser” dazu auf, ihre heilige Pflicht zum Mord an allen Juden nicht zu vergessen.

Ansonsten sind die “Palästinenser” allerdings in der Tat ziemlich unfrei. Doch dafür ist nicht eine “Besatzung” verantwortlich, die es in Gaza bereits seit 2005 nicht mehr gibt, sondern die jeweilige “palästinensische” “Regierung”.

So bescheinigte erst kürzlich die NGO Reporter ohne Grenzen beiden, der Hamas in Gaza sowie der Fatah/PA in Ramallah, sie seien “Freinde der Pressefreiheit”. Und das Außenministerium der Vereinigten Staaten weiß über die PA noch etwas mehr zu berichten:

“Among human rights problems under the Palestinian Authority, the report said, were the unlawful killing of an Israeli settler in Nablus and the abuse of detainees in overcrowded detention facilities.

‘Corruption, although reduced from previous years, remained a problem,’ the report added.

It also noted that societal discrimination and abuse against women, discrimination against persons with disabilities, and child labor remained serious problems.”

Doch auf den Gedanken, daß Joachim Gauck der PA, deren Führung er ebenfalls einen Besuch abstatten möchte, etwas über “elementare Rechte und Freiheiten” erzählen könnte, kommen Florian Gathmann und Juliane von Mittelstaedt gar nicht.

Dabei wäre gerade hier ihre Frage nicht ganz unberechtigt: Repräsentiert die PA für den Freiheitskämpfer Gauck nicht eine Menge von dem, wogegen er als Bürgerrechtler in der DDR einst anging? Daß sie ihnen gar nicht einfällt, ist verräterisch.

Freilich wird, und da ticken Florian Gathmann und Juliane von Mittelstaedt wohl ganz wie ihr Präsident, es auch Joachim Gauck nicht einfallen, Abu Mazen und dessen “Ministerpräsidenten” Salam Fayyad auch nur leise zu kritisieren.

Vielmehr positioniert Joachim Gauck sich damit, daß er der PA einen Staatsbesuch widmen wird, obgleich sie nichts für einen Frieden mit Israel oder Demokratie und Menschenrechte in ihrem Terroritorium unternimmt, schon deutlich für deren Antisemitismus und Despotismus.

Wird er zum Auftakt seiner Reise in Yad Vashem um tote Juden trauern, krönt Joachim Gauck sie am Ende mit einem Besuch bei Judenmördern. Deren ungehindertes Wirken wiederum ist ein schaurig-schöner Beleg für die Verlogenheit Florian Gathmanns und Juliane von Mittelstaedts.

tw24

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