Norwegische Gefühle

Über den amtierenden norwegischen Ministerpräsidenten, den Sozialdemokraten Jens Stoltenberg, erfährt man in deutschen Medien kaum mehr, als daß er doch ein ganz toller Politiker sei, der ein Talent dafür habe, “die Gefühle der Norweger zu erkennen und in Worte zu fassen”.

Am 1. Mai ließ er es sich denn auch nicht nehmen, der Einladung der norwegischen Variante des DGB nach Bergen zu folgen und auf der dortigen Kundgebung des norwegischen Gewerkschaftsbunds LO sein “Gespür für die Stimmung im Land” zu beweisen.

Der LO hatte sich einige bemerkenswerte offizielle Forderungen zum internationalen Kampftag der Arbeiterklasse ausgedacht:

“Opphev blokaden av Gaza – Boikott Israel! [..] Staten Israel = Apartheid”

Und in der Tat enttäuschte der Sozialdemokrat seine Gastgeber nicht: Mit keinem einzigen Wort distanzierte er sich von deren antiisraelischen Parolen oder verurteilte gar den gewerkschaftlichen Antisemitismus. Das hätte, vermutlich, auch allzu viele norwegische Gefühle verletzt.

Antisemitismus, der sich als “Israelkritik” tarnt, hat eine lange Tradition in Norwegen. Nach dem Massaker an jugendlichen Teilnehmern eines antisemitischen Sommerlagers im vergangenen Jahr gehörte denn auch die Terrororganistaion Fatah zu den Kondolierenden:

“‘Fatah Youth has participated for almost 15 years in the same summer camp and our youth has benefited by learning and sharing experiences on democracy and advocacy for peace and justice. [..]

‘As a people that has been victim of state terror for the last 64 years, the Palestinian people and particularly Fatah Youth presents its condolences to the families of those killed and sends a strong message of support to our comrades from the Norwegian AUF as well as from other sister parties that were participating in this summer camp,’ the statement concluded.”

“Advocacy for peace and justice” – das heißt in Norwegen: “Staten Israel = Apartheid” und “Boikott Israel!” Und daran, “Israelkritik” und Judenhaß zu bekämpfen, haben offensichtlich weder norwegische Gewerkschaften noch die sozialdemokratische Regierung in Oslo ein Interesse.

Und das deutsche Medium, das Jens Stoltenbergs Sympathien für Antisemitismus thematisiert, muß wohl erst noch erfunden werden.

tw24

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