Du bist Deutschland

Das gewiß sehr deutsche Unternehmen Hoff-Interieur rühmt sich, “ein Unternehmen mit Tradition” zu sein, das “mit Kennerschaft und hohem Qualitätsanspruch” dann aber doch nur Peinlichkeiten hervorbringt wie diese:

“Wir laden Sie ein, zu einer Entdeckungsreise durch unser Programm als führendes Unternehmen aus dem Bereich Wohnaccessoires, Kunsthandwerk und Geschenkartikel. [..]

Wer Trends sucht und nach Trendkriterien einkauft wir begeistert sein von der Materialvielfalt und Farbigkeit des Angebots und der Poesie und Phantasie fremder Kulturen.”

Es ist nicht gänzlich unwahrscheinlich, daß für diese orthographische wie grammatikalische Glanzleistung Walter Adler, der Unternehmensgründer, verantwortlich ist, denn wenn er sich der englischen Sprache bedient, offenbart er einen ganz ähnlichen Qualitätsanspruch:

“The letter sent from a Hoff-Interieur email address goes on to laud ‘the great’ Grass for saying Israel imperils ‘world piece’ [sic] and lament the ‘tortures and murders’ carried out by Israel against the Palestinians.”

Große Kennerschaft beweist der Verehrer der ganz großen Poesie des deutschen Nazionaldichters und SPD-Wahlkämpfers Günter Grass auch bei der Einschätzung Eti Dorons, der Adressatin seines E-Briefs, die er als Jüdin identifiziert:

“‘We see that you have decided to be a real Jew, not only a liar but also a cheater,’ he wrote in an email. ‘Your abominable behavior has brought us a big loss. We must remember what was an aphorism over many hundred years in Europe, that some people with your origin are the pestilence-plague for human being. We never thought that this is true, but you confirmed.’”

Zum Monatsbeginn veröffentlichten Nico Voigtländer und Hans-Joachim Voth ihre Studie “Hatred transformed: How Germans changed their minds about Jews, 1890-2006″, in der sie zu dem Schluß kommen, daß mancherorts sich herzlich wenig änderte.

“Germans with ‘committed anti-Semitic views’ tend to cluster in certain parts of the country, with extreme anti-Semitic views correlating strongly with the the size of the vote that regions to anti-Semitic parties in the late Imperial period (1890-1912) and to the Nazi Party in the 1920s and 1930s. Lower Bavaria, where Adolf Hitler lived as a child, has three times the proportion of committed anti-Semites as the rest of the country [..].”

Für Nürnberg, die Stadt der Reichsparteitage des deutschen Volkes, die Stadt der nach ihr benannten antisemitischen Gesetze, bemühen, scheint’s, Walter Adler und sein traditionsbewußtes Unternehmen sich, die Untersuchungsergebnisse zu belegen.

tw24

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