Wo sich europäischer Antiamerikanismus und Antisemitismus treffen: Manfred Gerstenfeld interviewt Andrei S. Markovits

Der israelische Psychiater Zvi Rex hatte Recht, als er sagte, die Deutschen würden den Juden Auschwitz niemals vergeben. Analog würde ich argumentieren, dass die Westeuropäer den Amerikanern niemals vergeben werden, täglich daran erinnert zu werden, dass es die Amerikaner waren – zusammen mit der Roten Armee – die den Nationalsozialismus besiegten und nicht die Europäer selbst.

Antisemitismus ist in Europa tausend Jahre alt. Antiamerikanismus unter europäischen Eliten als Diskurs und als Ideologie kam vor mehr als 200 Jahren auf. Amerika und die Juden werden von vielen Europäern als Inbegriff einer Moderne betrachtet, die sie nicht leiden können und der sie misstrauen: vom Geld angetrieben, profithungrig, städtisch, universalistisch, individualistisch, mobil, wurzellos, nicht authentisch und damit den etablierten Traditionen und Werten gegenüber feindlich eingestellt. Antiamerikanismus und Antisemitismus sind die einzigen wichtigen Kultobjekte, die die europäischen Linksextremen und Rechtsextremen, einschließlich der Neonazis, gemeinsam haben.
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