In Großbritannien pro-Israel zu sein – hat tödliche Folgen

von Daniel Greenfield

Die E-Mail kam von einem Mann, der sich Jihad Alshamie nannte; die Botschaft war schlicht: „Es sind Leute wie Sie, die es verdienen zu sterben.“ Die E-Mail war eine von vielen, die in den Posteingang von John Howell strömten; sie kamen als Antwort auf eine einfache Frage, die der britische Abgeordnete gestellt hatte. Howell hatte bei einem linken Aktivisten nachgefragt, wie dessen Haltung zu den Hunderten Raketen aussieht, die auf Israel niedergegangen waren. Ab da folgten die Morddrohungen.

Howell steht damit jetzt in den Reihen anderer Parlamentarier, darunter so prominente pro-Israel-Abgeordnete wie Louise Ellman und Robert Halfon, die erstaunliche Massen an Gift und Gehässigkeit erhielten, weil sie es ablehnten sich den pro-terroristischen Positionen anzuschließen, die das politische und intellektuelle Klima im Vereinten Königreich beherrschen. Die Drohungen, die sie erhielten, sind eine Kostprobe der aufgeladenen Atmosphäre, die die Debatte bestimmt.

In einer sich verdunkelnden Atmosphäre des Hasses ist es zunehmend gefährlich geworden in Großbritannien jüdisch oder pro-israelisch zu sein. Diese Atmosphäre erstreckt sich bis in die höchsten Gremien hinein.

„So wie Lord Ashcroft einen Teil der Konservativen Partei gehört, haben rechtsgerichtete jüdische Millionäre den anderen Teil in der Tasche“, erzählte ein Labour-Abgeordneter den Friends of Al-Aqsa und sonnte sich im Jubel seines dankbaren Publikums. Ein weiterer Labour-Abgeordneter schlug vor, Botschafter in Israel sollten nicht jüdisch sein, damit sei „nicht beschuldigt werden können jüdische Loyalität zu haben“.

Vorwürfe, Juden hätten ihre „Tentakel“ und „finanziellen Zugriff“ in der westlichen Welt, gehören nicht mehr nur zu den Dingen, die man in alten Artikeln über die Politik der 1930-er Jahre liest; sie sind ein immer wiederkehrendes Thema in den parlamentarischen Beratungen heutzutage. Das macht den Mut dieser Parlamentsmitglieder, die die Integrität behalten sich auf zur Wahrheit zu stellen, trotz der Flut an Hass, nur noch erwähnenswerter.

Lord Janner, der an Massengräbern stand, war Teil der Einheit, die zu Kriegsverbrechen ermittelte und mit Überlebenden im KZ Bergen-Belsen arbeitete; er war Kopf der Allparteien-Parlamentsgruppe gegen Antisemitismus und wurde körperlich angegriffen, als er gegen Lord Branmalls Attacken gegen Israel protestierte. Lord Bramall wurde nicht belangt. Doch Lord Bramall verblasst gegen Lord Nazir Ahmed, der Antisemitismus begünstigt, islamischen Terrorismus unterstützt und ein Kopfgeld für die Gefangennahme von George W. Bush verkündet hat.

Lord Ahmed lud einen Sprecher ein, der erklärte: „Im Nahen Osten haben wir genau zwei Gründe für Krieg, Terror und Ärger – und das ist der jüdischer Drang nach Vorherrschaft; Ahmed selbst schlug vor, britische Freiwillige in Israel sollten wegen Kriegsverbrechen belangt werden.

Welche Grenze es auch immer zwischen Antisemitismus und Antizionismus gibt, sie wird prompt ins Nichts verwischt. Es mag zwar verlockend sein ein paar E-Mail-Drohungen als die Taten von Spinnern abzutun, doch die Realität kann nicht geleugnet werden, dass Ansichten und Taten, die einst als dem Rand zugeschrieben wurden, sind jetzt Mainstream. Im Großbritannien der „sieben jüdischen Kinder“ und Anschuldigungen eines in der Downing Street sitzenden „jüdischen Ränkeschmieds“ gibt es keine Standardgrenzen für Anstand oder Grundsätze mehr, die im blutigen Krieg der Linken gegen den jüdischen Staat nicht überschritten werden dürfen.

Auf der Straßen bleibt die Wiederbelebung von naziartigen Übergriffen auf jüdische Geschäfte, insbesondere Ahava, regelmäßig ungestraft. Richter George Bathurst-Norman ließ drei Vandalen frei, die eine Fabrik angegriffen hatten, weil er geltend machte, ihre Feindseligkeit gegenüber dem jüdischen Staat rechtfertige ihr Tun und mache sie gar zu Helden. Die Eskalation der Feindseligkeit in Gewalt ist Routine geworden; Vandalismus, Diebstahl und Körperverletzung sind zu den kaum vermerkten Mitteln antiisraelischer Protestler geworden.

Die Respect-Partei verschmilzt das Schlimmste aus der rot-grünen Allianz zwischen marxistischer Linker und Islam; ihr Führungsmitglied ist George Galloway. Galloway kraxelte gerade wieder zurück ins Parlament, nach er einen Wahlkampf zu seinen „quasi-islamischen Werten“ führte und prahlte, er sei ein besserer Pakistani als der muslimische Kandidat der Labour Party, gegen den er antrat, denn er vermeide Kneipen.

Galloway feierte seine Rückkehr ins Parlament mit dem Ausruf „Alles Lob für Allah“ und indem der seinen Namen dem Globalen Marsch auf Jerusalem zur Verfügung stellte. Einen Monat davor war die Vorsitzende der Respect-Partei in Tower Hamlets, Carole Swords, wegen Angriffs auf einen jüdischen Mann verurteilt, der sie von der Zerstörung israelischer Produkte abhalten wollte.

Pro-israelische Abgeordnete werden organisiert vom MPACUK (dem Muslim Public Affairs Committee) angegriffen, dessen Internetseite fragt: „Ist Ihr Abgeordneter ein Zionist?“ Asghar Bukhari, Gründungsmitglied und Kopf der Organisation, schrieb: „Jeder Muslime, der gegen Israel kämpft und stirbt, ist ein Märtyrer und kommt garantiert ins Paradies.“

Diesen Monat verbreiteten sich die Flammen in die Büros der Harrow East Conservative Association und zum konservativen Abgeordneten Bob Blackman. Der Angriff war ähnlich dem, der von muslimischen Aktivisten gegen den Verleger von „Jewel of Medina“. Es war, so sagte Blackman, eine Erinnerung: „Es gibt Leute, die diesen Drohungen Taten folgen lassen.“

Aber ein großer Teil dieser Landschaft des Krieges gegen den jüdischen Staat in Großbritannien – von den Boykotten über den Vandalismus zu den Körperverletzungen – sind bereits eine Erinnerung daran. Nach dem Massaker von Toulouse an jüdischen Kindern durch einen muslimischen Bewaffneten, schrieb der Abgeordnete Mann: „Die letzten fünf Jahre hindurch hat die Parlamentarische Allparteien-Gruppe gegen Antisemitismus gewarnt, dass ein solcher Anschlag deprimierend vorhersehbar war.“

Die Drohungen gegen jüdische und pro-israelische Abgeordnete haben bereits ihren beabsichtigten Zweck erfüllt, indem sie diese marginalisierten und ihre Fähigkeit, mit ihren Wählern in Kontakt zu sein, reduzieren. Das ist immer die Strategie der anderen Seite gewesen: eine Gruppe zu isolieren und dann deren Mitglieder zu isolieren, sie aus ihren Positionen zu vertreiben, während sie dauernd die Hass-Kampagne gegen sie fortsetzen. Das sind die Taktiken, die die Nationalsozialisten gegen die Juden anwandten; und es sind die Taktiken, die das Sozialistische Einheits-Netzwerk und ihre muslimischen Verbündeten jetzt gegen Juden in Großbritannien anwenden. Es ist wichtig diese zu kennen; und es ist unerlässlich sich ihnen zu widersetzen.

heplev

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