Erfolgsbilanz?

Die New York Times berichtete kürzlich von entschlossenen Diplomaten: Schon die erste damals noch bevorstehende Gesprächsrunde mit Vertretern der Islamischen Republik Iran wollten die Vetomächte im UN-Sicherheitsrat und Deutschland dazu nutzen, Teheran ein so unmißverständliches wie dank ihrer Entschlossenheit unwiderstehliches Angebot zu machen.

Das Regime in Teheran sollte sofort seine jüngst fertiggestellte unterirdische Atomanlage Fordo schließen und abbauen sowie die Anreicherung von Uran einstellen, was bereits eine Resolution des UN-Sicherheitsrats 2006 verlangte – mit einer Frist von 4 Wochen. Die New York Times litt in ihrem Bericht ob der “harten Forderungen” mit Teheran:

“The hard-line approach would require the country’s military leadership to give up the Fordo enrichment plant outside the holy city of Qum, and with it a huge investment in the one facility that is most hardened against airstrikes.

While it is unclear whether the allies would accept anything less than closing and disassembling Fordo, government and outside experts say the terms may be especially difficult for Iran’s leaders to accept when they need to appear strong in the face of political infighting.”

Nun haben sie stattgefunden, jene ersten Gespräche, die die Mullahs in Bedrängnis bringen sollten. Und sie sind, tönt Catherine Ashton, die “Außenministerin” der Europäischen Union, die in Istanbul die westlichen Staaten vertrat, ein voller Erfolg gewesen: Man wird sich nämlich schon am 23. Mai erneut treffen, in der irakischen Hauptstadt Bagdad. Fordo stellt weder den Betrieb ein noch wird die Anlage demontiert oder die Urananreicherung auch nur unterbrochen.

“Western participants had said previously that agreeing to meet for a second round of talks would constitute a successful day.”

Man könnte es auch weniger freundlich formulieren: Die “Gespräche” waren ein voller Erfolg für die Islamische Republik, die offenbar weder mit den von der New York Times berichteten “harten Forderungen” konfrontiert wurde noch mit der geltenden Beschlußlage des UN-Sicherheitsrats. Catherine Ashton ist bereits glücklich, weil die Vertreter Teherans überhaupt mit ihr plaudern.

Viel wurde in den vergangenen Tagen darüber debattiert, ein “ohnehin brüchiger Weltfrieden” sei in Gefahr, weil Israel die Geduld verlieren und in eigener Regie versuchen könne zu erreichen, was dessen “Freunde” angeblich anstreben. Mit ihrem “Erfolg”, der tatsächlich einer Teherans ist, haben die EU, die Vereinigten Staaten, Rußland und Deutschland gezeigt, daß sie nicht an der Seite Israels stehen.

Aus ihrem “hard-line approach” ist die erfolgreich vorgetragene Bitte geworden, doch am 23. Mai in Bagdad noch einmal zu Gesprächen zu erscheinen. Und danach vielleicht noch einmal und noch einmal und noch einmal. Damit verschaffen sie jenem Rüstungsprogramm Zeit, dessen erklärtes Ziel die Auslöschung Israels ist, und zwingen die jüdische Demokratie in der Tat in eine Lage, in der deren Existenz nur noch mit Waffengewalt gesichert werden kann.

Und zwar besser heute als morgen.

tw24

Dieser Beitrag wurde unter Antisemitismus Antizionismus, Dhimmi Medien Schweinepresse, EU, Iran Islamismus Terrorismus Islamo-Faschismus, Israel, UN abgelegt und mit , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ photo

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s