Iran bläst zum Marsch auf Jerusalem: Linke, Islamisten und das iranische Regime machen gemeinsame Sache gegen Israel

Der am heutigen Freitag stattfindende „globale Marsch auf Jerusalem“ ist Teil einer seit Jahren wachsenden Kampagne zur Delegitimierung und Isolierung Israels, zu der etwa die Gaza-Flottillen, oder Boykottkampagnen gehören. (1) Wurden diese Aktivitäten bisher vor allem von einem internationalen Netzwerk aus palästinensischen Organisationen, Muslimbruder-Organisationen und linken anti-israelischen Gruppierungen getragen, so gibt es beim Marsch auf Jerusalem erstmals eine offene und starke Beteiligung des iranischen Regimes. Dies unterstreicht die islamistische und antisemitische Stoßrichtung des Marsches und verleiht ihm zugleich eine neue gefährliche Qualität.

Als Teil des Marsches machte eine asiatische Karawane am 17. März in Teheran halt und traf sich dort u.a. mit dem Präsidenten der Islamischen Republik, Mahmoud Ahmadinejad. Ahmadinejad erklärte dabei, dass „die Existenz Israels, auch wenn nur auf einer Handbreite palästinensischen Bodens, illegal“ sei. (2) Auch wenn weite Teile der am Marsch beteiligten Organisationen diese Ansicht teilen, gibt es Berichte über Spannungen innerhalb des Bündnisses. Von einigen palästinensischen Organisatoren wird befürchtet, dass die pro-iranischen Teilnehmer des Marsches besonders gewalttätig agieren. (3)

In Deutschland sind es zum wiederholten Male prominente Vertreterinnen und Vertreter der Linkspartei, die mit antisemitischen und islamistischen Kräften kooperieren. Auf der Unterstützerliste des Marsches finden sich Linkspartei-MdB Annette Groth, der ehemalige außenpolitische Sprecher der Linkspartei Norman Paech sowie Jürgen Aust, Mitglied des Landesvorstandes Partei Die Linke NRW. (4)

STOP THE BOMB-Sprecher Michael Spaney erklärt dazu: „Wer sich wie Teile der Linkspartei am Marsch auf Jerusalem beteiligt, macht mit dem iranischen Regime gemeinsame Sache im Kampf gegen Israel. Sie kooperieren mit einem Regime, das Massenhinrichtungen und schwerste Menschenrechtsverletzungen zu verantworten hat, dessen Präsident erst vor kurzem im deutschen Fernsehen den Holocaust geleugnet hat und das nach Atomwaffen strebt. Der Bezug auf Menschenrechte und Gewaltfreiheit durch die Marschierenden und ihre Unterstützer verliert allein dadurch jede Glaubwürdigkeit.“

Der Protest gegen eine angebliche „Judaisierung“ Jerusalems ist der schiere Zynismus von Seiten eines Regimes, welches systematisch religiöse Minderheiten diskriminiert und verfolgt. Die kleine verbliebene jüdische Gemeinde im Iran wurde genötigt, sich mit dem Marsch zu solidarisieren und von Israel zu distanzieren. (5) Neben Juden werden in der Islamischen Republik Iran besonders auch Bahai und Christen bedroht und verfolgt, oft mit dem Vorwurf, „zionistische Agenten“ zu sein.

Die politische und militärische Unterstützung für das Assad-Regime bei der blutigen Niederschlagung des Aufstandes in Syrien haben dem iranischen Regime den Hass der arabisch-sunnitischen Welt eingebracht. Die Unterstützung des Marsches auf Jerusalem ist somit auch ein zum Scheitern verurteilter Versuch des iranischen Regimes, wieder Sympathien zu gewinnen und von den gewaltigen Problemen ablenken, mit denen es konfrontiert ist. Dazu zählen vor allem die Folgen der massiv verschärften Wirtschaftssanktionen und die Unzufriedenheit der iranischen Bevölkerung, die das Regime zu großen Teilen ablehnt.
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Eine Antwort zu Iran bläst zum Marsch auf Jerusalem: Linke, Islamisten und das iranische Regime machen gemeinsame Sache gegen Israel

  1. “Der Koran und die auf ihm fußende muselmanische Gesetzgebung reduzieren Geographie und Ethnographie der verschiedenen Völker auf die einfache und bequeme Zweiteilung in Gläubige und Ungläubige. Der Ungläubige ist ‘harby’, d.h. der Feind. Der Islam ächtet die Nation der Ungläubigen und schafft einen Zustand permanenter Feindschaft zwischen Muselmanen und Ungläubigen.” – Karl Marx, Die Kriegserklärung – Zur Geschichte der orientalischen Frage, Marx-Engels-Werke, Band 10, S. 170.

    Von daher verwundert es mich schon sehr das die heutigen Linken den Islam so peppeln und pflegen. Karl Marx war selbst 100% Anti Islamisch eingestellt. Aber wenn man dieses Marx Zitat heute in den Linken Foren postet wird man sofort gelöscht und gesperrt.

    Ich bin selber ziemlich Links, aber dazu gehört für mich auch das man Kritik an allen Ausbeuterischen Strukturen übt und da gehört der Fundamentale Islam einfach mit dazu.

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