Wien: Radikaler Islamist predigt in Afro-Asiatischem Institut

Der radikale Islamist Shaker Assem, der für den 10. März eine Kalifatskonferenz in Vösendorf plant, hält regelmäßig die Freitagspredigt im muslimischen Gebetsraum des Afro-Asiatischen Instituts (AAI). Dieses spricht von einer „schwierigen Situation“, suche aber den Dialog.

Der Prediger hält die Todesstrafe bei Ehebruch für gerechtfertigt und spricht dem Staat Israel das Existenzrecht ab, berichtet die Tageszeitung „Die Presse“. Die Ideologie, die Shaker Assem vertritt, ist jene der „Hizb ut-Tahrir“ (Partei der Befreiung), deren Ziel die Errichtung eines Kalifats in der islamischen Welt ist. Assem ist ihr Sprecher für den deutschsprachigen Raum, zuletzt trat er als Organisator der für 10. März geplanten Kalifatskonferenz in Vösendorf in Erscheinung.

AAI spricht von „schwieriger Situation“

Das AAI, im Jahr 1959 von Kardinal König als „entwicklungspolitisches Bildungshaus“ gegründet, ist eine kirchliche Stiftung, die auch aus Mitteln der Erzdiözese Wien unterhalten wird. „Es ist eine schwierige Situation, über die wir seit Jahren diskutieren“, sagt AAI-Geschäftsführer Nikolaus Heger gegenüber der Zeitung.

„Wir wissen über seinen (Assems, Anm.) Hintergrund Bescheid, und er weiß, dass wir seine Werthaltung skeptisch betrachten“, so Heger. Allerdings sei Assem ein guter Dialogpartner, der das Gespräch und die Auseinandersetzung suche. Noch dazu sei die Hizb ut-Tahrir in Österreich nicht verboten. Und der Verfassungsschutz, bei dem man sich über Assem informiert habe, „hat uns nicht gesagt, dass wir ihn rausschmeißen sollen“.

Partei in Deutschland verboten

Assem wurde 1964 wurde als Sohn eines Ägypters und einer Österreicherin in Kairo geboren. Nach dem Tod des Vaters ging er 1980 mit seiner Mutter nach Österreich, schloss seine Schulausbildung ab und studierte Maschinenbau an der TU Wien. Von 2002 bis 2005 arbeitete er in Deutschland, wo er sich für Hizb ut-Tahrir engagierte – die Partei wurde dort verboten.

Zurück in Österreich hatte er als Sprecher der Organisation immer wieder öffentliche Auftritte, etwa im Oktober 2011 in der ORF-Sendung „Club 2“ zum Thema „Muslimische Frauen in Österreich“. Auf Proteste reagierte der ORF damit, dass Assem explizit als „Vertreter einer ausgeprägt konservativen Auslegung des Islam“ eingeladen wurde. Ein politisches Betätigungsverbot für Assem, der verheiratet ist und einen Sohn hat, gibt es in Österreich, im Gegensatz zu Deutschland, nicht.
orf.at

Dieser Beitrag wurde unter Antisemitismus Antizionismus, Ehrenmorde Islam Muslime, Terrorismus Islamismus Festnahme, Wissenschaft Forschung abgelegt und mit , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ photo

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s